Heiligenstadt wurde erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1227 sein Stadrecht. Die Häuser waren zu dieser Zeit aus Holzfachwerk, mit Schindeln oder Stroh bedeckt und eng aneinandergereiht. Somit drohte sich jeder einzelne Brand zu einem Großbrand zu entwickeln.
Die Stadt wurde vom ersten großen Stadtbrand heimgesucht. Das Feuer zerstörte die ganze Stadt und kostete zweihundert Menschen das Leben.
In der „Willkür?, dem Heiligenstädter Gesetzeswerk, findet sich ein Artikel, der sich mit Fragen des Brandschutzes beschäftigt. Dies ist vor allem bemerkenswert, da solche Belege in vielen großen Städten erst viel später nachweisbar sind. Den Zünften wurde die Verantwortung für die Brandbekämpfung in der Stadt übertragen und es bildeten sich so genannte Handwerker-Feuerwehren heraus.
wurde eine erste Feuerordnung erlassen, die auch beim zweiten großen Stadtbrand in Kraft war. Ihr sollten während des 18. Jahrhunderts noch vier weitere folgen.
Am Nachmittag des 1. März brach der zweite große Stadtbrand aus, der als Resultat mehr als Dreiviertel aller Häuser zerstörte und Heiligenstadt in einen Trümmerhaufen verwandelte. Noch 30 Jahre nach dem Brand zeigte die Stadt deutliche Spuren des Unglücks und es brauchte mehr als ein halbes Jahrhundert, bis sich die Stadt von den Folgen der Feuersbrunst erholt hatte. Wodurch das Feuer entstanden ist, konnte nicht ermittelt werden. Lediglich das Urkundenbuch der Familie Zwehl berichtet von einer möglichen Entstehungsursache:
„Zwei junge Mädchen, die die Abwesenheit ihrer Mutter benutzten, um sich einen Eierkuchen zu backen, waren zu unfreiwilligen Brandstiftern geworden. Da die Mutter unvermutet frühzeitig zurückkehrte, verbargen die Unbesonnenen im plötzlichen Schreck die glühende Pfanne unter dem Stroh in der Scheune. Dieses entzündete sich, und von den aufgehäuften Vorräten reichlich genährt, verbreitete sich das gefräßige Element mit rasender Geschwindigkeit.“
Die erste städtische Feuerspritze, eine so genannte Druckmaschine des Spritzenmachers Christian Gottfried Lang aus Langensalza, wurde für 250 Reichsthaler angeschafft.
Das Spritzenhaus am Plan wurde errichtet. 503 Ellen Hanfschlauch und eine kupferne Saugspritze fanden Platz.
Als Turmwache auf der Liebfrauenkirche (St.-Marien-Kirche) wirkte die Witwe des Invaliden-Tambours Boehm. Am 16. März wurde ihr ein großes Blechsprachrohr mit der Belehrung übergeben, „im Falle ein Brandunglück in hiesiger Stadt entstehen sollte, durch dasselbe vom Thurm herab laut zu rufen, Feuer! Feuer! Auch wo möglich Straße und Gegend durch dasselbe zu verkünden, wo Feuer sey!".
Mitglied werden
Sicherheitstipps
Anschrift
| Feuerwehr Heiligenstadt | |
| Brüsseler Straße 3 | |
| 37308 Heilbad Heiligenstadt | |
| Telefon: 03606 677-700 | |
| Telefax: 03606 677-707 | |
| Notruf: 112 | |
|



