Nach nicht einmal einem Jahr Bauzeit wurde das Feuerwehrzentrum der Stadt Heilbad Heiligenstadt am 22. Juni 2001 an die Kameraden der Feuerwehr Heiligenstadt übergeben. Das Gebäude bietet Platz für zehn Fahrzeuge und beinhaltet insgesamt 11.005 m³ umgebauten Raum. Davon entfallen 5.886 m³ auf die umgebaute und in den Neubau integrierte ehemalige Fahrzeughalle der NVA sowie 5.119 m³ auf den reinen Neubau. Die Feuerwache ist architektonisch ein interessantes und markantes Bauwerk am Eingangstor der Stadt aus Richtung Siemerode/Göttingen und Günterode/Duderstadt sowie aus Richtung der Autobahn A 38, die auch für die Freiwillige Feuerwehr Heiligenstadt neue Aufgaben und Herausforderungen mit sich brachte.

Fahrzeughalle 1 und 2

Zwei Ebenen umfasst das vom 13,92 Meter hohen Schlauchturm gekrönte Objekt. In Parterre befinden sich die Stellplätze für die Technik, die Umkleideräume der Einsatzabteilung, der Umkleideraum der Jugendfeuerwehr, die Dienstzimmer des Wehrführers und des Stadtbrandinspektors sowie der hauptamtlichen Gerätewarte, die Einsatzzentrale, die Atemschutzwerkstatt, der Schlauchpflegeplatz, die Werkstatt, die sanitären Anlagen sowie Abstell- und Lagerräume. Auf der zweiten Ebene bildet der große Schulungsraum das Herzstück. Im östlichen Gebäudeteil sind der Jugendfeuerwehrraum, eine Dienstwohnung, ein Mehrzweckraum und ein Funktionsraum inklusive der Haustechnik untergebracht. Eingesammelte Tiere können in zwei Hundezwingern im Außenbereich der Ostseite untergebracht werden.

Fahrzeughalle 1
Fahrzeughalle 2
Fahrzeughalle 3
Gesamtansicht

Das neue Feuerwehrzentrum stellt einen Wert von 1,9 Millionen Euro dar. Dass für diese Summe solch ein großes Zentrum entstehen konnte, ist auch für den bekannten Eichsfelder Architekten Reinhard Brodmann vom Architektur- und Ingenieurbüro für Hoch- und Tiefbau (ARING), in dessen Händen die Planung und Projektierung und Baubegleitung lagen, ungewöhnlich und erstaunlich. Möglich geworden sei dies nur durch die bei diesem Bau klugerweise gewählte Mischform, die Verbindung von nutzbarem und entsprechend umgebautem Altbestand mit dem Neubau. "Ehemalige Garagen der früheren NVA für den neuen Komplex mitzunutzen, habe zwar baulich einige Ablaufprobleme gebracht, sich aber im Nachhinein und aus Kostensicht als vernünftig erwiesen“, so Reinhard Brodmann. Damit sei die Stadt auch einen neuen Weg gegangen, eine Anlagenbrache aus DDR-Zeiten mit neuer Bestimmung und Leben zu erfüllen.

 

 

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